Archive | Mai 2014

Sightseeing

Das Sehenswerteste am Sightseeing sind die Sight-Sehenden

Das Sehenswerteste am Sightseeing sind die Sight-Sehenden

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Die perfekte Art des Sightseeings in Kappadokien: Mit dem Heißluftballon über die Tuffsteinlandschaft

Im türkischen Göreme, also im Herzen der berühmten Tuffsteinlandschaft Kappadokiens (Zentraltürkei) befindet sich ein Open-Air Museum mit in den Tuff gebauten Klöstern. Hätten wir uns nicht durch die Massen von überwiegend Koreanern, Franzosen und Deutschen (zumeist Tourgruppen mit „Guides“) in die kleinen Kapellen quetschen müssen, wären die Klöster im Tuff auch ganz schön und besinnlich gewesen. Angesichts der laut quakenden, Regeln missachtenden (Stichwörter „Ruhe“ und „Fotografieren verboten“) Touris war jedoch von Besinnlichkeit keine Spur. Dennoch: Die Felsformationen aus Tuff und die Tuff-Behausungen bleiben eines der Highlights der Reise!

Schräge bis schauerliche Felsformationen im Göreme Open-Air Museum

Schräge bis schauerliche Felsformationen im Göreme Open-Air Museum

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Tuff

Böse Zungen behaupten ja, das Beste an Ankara (Anm. die Hauptstadt der Türkei) sei der Highway nach Istanbul. Das finden wir nicht. Das Schönste an Ankara ist die Nebenstrecke nach Istanbul.

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Und das ist erst der Anfang. Was wir zu jenem Zeitpunkt (noch) nicht wissen: Die wirklich grandiose Tuffsteinlandschaft in Kappadokien liegt noch vor uns.

Am Tuff ist wirklich alles lustig: Der Name, die Felsformationen, die Entstehung und nicht zuletzt die Touristen (und Traveller;)), die die bizarren Landschaften besuchen und bestaunen. Mehr dazu im nächsten Eintrag!

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Update

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Was hier nach Sibirien aussieht, ist eigentlich Wüste und der gut gemeinte Witz eines Fellmützen-Händlers aus Bukhara, Uzbekistan. Weshalb jemand bei knapp 40°C Fellmützen verkauft, wird uns wohl ein Rätsel bleiben… .

Zwar erzählen die vergangenen Blog-Einträge kleine Alltagsgeschichten aus dem Leben zweier Auto-Reisender, sie stimmen jedoch nicht mit deren jeweiligen aktuellen Aufenthaltsorten überein!

Das heißt, inzwischen haben wir die Türkei hinter uns gelassen (schaaade), sind durch den Norden von Iran gefahren (Stories folgen), haben Turkmenistan durchquert (what a hassle) und folgen seither der Seidenstraße (heiß!). Unser aktueller Aufenthaltsort ist Samarqand. Morgen fahren wir weiter in Richtung tadschikischer Grenze und dann geht es erst mal auf den Pamir-Highway, eine der höchst gelegenen Fernstraßen dieser Erde!

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Hat außer Fellmützen noch einiges mehr zu bieten: Bukhara

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Ein weiteres Plus: Es gibt endlich wieder Bier:)!

Tourist or traveller?

Kein konkretes Ziel vor Augen: Der Traveller

Kein konkretes Ziel vor Augen: Der Traveller

Fern von jeglichen Tourgruppen: Ein Platz in der iranischen Wüste

Fern von jeglichen Tourgruppen: Ein Platz in der iranischen Wüste

 

Häufig stellen sich Menschen die Frage, wer oder was bin ich? Auf unserem „Selbstfindungstrip“ (bitte ironisch lesen) nach Indien mussten wir selbst nicht nach der Antwort suchen: In einem Café in Thessaloniki haben wir erfahren, wer oder vielmehr was wir sind.

Ein bunter Holztisch und ein uriger Stuhl am Hang einer der zahlreichen und verwirrenden kleinen Gassen der thessalonikischen Ano Poli (Oberstadt) sind für uns Einladung genug, um in dem gemütlichen Café einzukehren. Geschmackvoll riecht es nicht nur aus der offenen (Gar-) Küche, sondern ist für unsere Maßstäbe auch die Einrichtung: Das antike Mobiliar haben die Besitzer wohl auf dem Flohmarkt erworben oder ihren Großeltern abgeschwatzt. Und das Ambiente gleicht ein wenig einem indischen Café am Assi Ghat (Varanasi) eben mit jener „griechischen“ Note. Zur Umgebung passend verzichte ich ausnahmsweise auf den gnadenlos starken griechischen Kaffee (zu jenem Zeitpunkt ist mir noch nicht bewusst, dass Griechenland einer der letzten guten Kaffeespots dieser Reise sein wird…) und bestelle Tee. Als ich genüsslich an der Tasse (mit Tee aus selbstgepflückten Bergkräutern) nippe, fragt mich der Barkeeper: „Are you traveller or tourists?“. Der Unterschied ist mir nicht auf Anhieb klar: „What`s the difference?“ frage ich. „I guess, we are both.” antworte ich ohne darüber nachzudenken. Doch es gibt einen Unterschied: „Well, tourists come with a large group and a guide. They want to see something particular. They come and then they go back [home] again. And travellers they just travel, they don`t have a destination.” erklärt der junge Mann. Ich lache und entgegne: “So, I think we are travellers;)!”.

Damit hätten wir die Frage „Was sind wir?“ bereits in Griechenland geklärt. Richtung Indien wollen wir trotzdem.

 

Sind wir nicht alle ein bisschen Touri;)?

Sind wir nicht alle ein bisschen touri;)?